Aldrovanda, die Wasserfalle
Die Wasserfalle ist eine frei schwimmende, wurzellose Wasserpflanze, die man vereinzelt in Teilen Europas, Asiens (z.B. Indien und Japan) und Australiens findet. Sie ist mit der Venusfliegenfalle verwandt, mit der sie viel gemeinsam hat: Darunter die Klappfalle - nur sehr viel kleiner. Es gibt nur eine Art: Aldrovanda vesiculosa. Entdeckt wurde die Pflanze zu erst in Indien 1699 von Leonard Plukenet.
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Byblis, die Regenbogenpflanze
Die Gattung Byblis (Regenbogenpflanze) besteht aus 5 Arten:
Byblis gigantea als langlebende (mehrjährige) Art und den kurzlebigen (meist einjährigen) Arten aus dem tropischen Norden Australiens Byblis aquatica, Byblis filifolia, Byblis liniflora und Byblis rorida.
Interessanterweise sind diese Pflanzen mit den Fettkräutern (Pinguicula) verwandt.
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Cephalotus, der Zwergkrug
Eine kannenbildende Gattung, die 1791 durch Archibald Menzies entdeckt wurde, ist die monotypische Cephalotus. Ihre einzige Art Cephalotus follicularis ist in den Küstengebieten des Süd-Südwestens Australiens mit mediterranem Klima zu finden. Auch sie steht auf der Washingtoner Artenschutzliste und ist vom Aussterben bedroht.
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Darlingtonia, die Kobralilie
Die monotypische Gattung Darlingtonia ist sehr nahe mit den Sarracenia verwandt. Ihre einzige Art Darlingtonia californica ist nur im westlichen Nordamerika (Nord-Kalifornien und Oregon) beheimatet, speziell in den Bergen des pazifischen Nordwestens der USA. Sie wurde 1841 in den Bergen Kaliforniens entdeckt. Man findet sie in Torf oder Sphagnummooren, die entweder immer naß oder wasserdurchsickert sind.
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Dionaea, die Venusfliegenfalle
Dionaea muscipula, die Venusfliegenfalle, ist die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze. Sie kommt aus den Moorgebieten rund um die Stadt Wilmington, USA (Grenzgebiet North-Carolina / South-Carolina). Die Erstbeschreibung fand 1768 durch John Ellis statt. In diesem Gebiet gibt es auch einen Winter, d.h. die Venusfliegenfalle ist bedingt winterhart und kann leichten Frost unbeschadet überstehen.
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Drosera, der Sonnentau
Die zweitgrößte Gattung der fleischfressenden Pflanzen ist die Gattung Drosera, die mit über 150 Arten über den ganzen Globus verstreut zu finden ist. Die sehr weit verbreitete Drosera rotundifolia ist vermutlich die erste wissenschaftlich untersuchte fleischfressende Pflanze. Botanisch gesehen werden die Pflanzen zur Familie Droseraceae (Sonnentaugewächse) eingeordnet. Interessanterweise gehören zu dieser Familie auch Aldrovanda und Dionaea.
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Drosophyllum, das Taublatt
Drosophyllum ist eine monotypische Gattung mit der Art Drosophyllum lusitanicum. Sie wurde 1661 von Grisley entdeckt. Das Taublatt ist hauptsächlich in Portugal und Südspanien beheimatet, findet sich aber auch im nördlichen Marokko und Algerien. Sie wächst an den Küstengebieten - daher ist eine gewisse Luftfeuchtigkeit immer vorhanden. Die Pflanze ist eine der wenigen Karnivoren, die an sehr trockenen, sandigen Standorten wächst.
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Genlisea, die Reusenfalle
Die Reusen-Falle wird durch die Gattung Genlisea mit ca. 20 Arten vertreten. Die Arten der Gattung Genlisea, die sehr nahe mit den Utricularia verwandt sind, kommen nur in Südamerika und Afrika vor. Es sind kleine rosettige Blattklumpen mit lang gestielten Blüten, die im Erdreich anstelle der Vakuumfangblasen (wie Utricularia) gegabelte, spiralig gedrehte, mit inneren Reusen versehene Ausläufer besitzt, deren beide Spiralenden zur Pflanze hin, kurz nach dem Zusammentreffen im sogenannten "Magen" enden.
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Heliamphora, der Sumpfkrug
Eine weitere, nahe mit den Sarracenia verwandten Gattung ist die der Heliamphora. Die Gattung wurde 1838 von Schomburgk entdeckt. Ihre derzeit acht bekannten Arten sind nur auf den Tafelbergen (Tepuis) Venezuelas (teilweise auch Guayana und Brasilien) beheimatet. Sie sind sehr stark an ihre Umgebung dort angepaßt.
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Nepenthes, die Kannenpflanze
1753 wurde die erste Kannenpflanze (Nepenthes distillatoria) offiziell beschrieben. Inzwischen kamen 90 weitere Arten dazu. Damit ist die Gattung Nepenthes die Größte Gattung mit Fallgruben. Die Pflanzen sind im gesamten tropischen asiatischen Raum zu finden. 2 Arten sind zudem im Osten von Madagaskar heimisch. Die weit verbreitete Nepenthes mirabilis sogar den Sprung nach Queensland, Australien geschafft.
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Pinguicula, das Fettkraut
Zum ersten Mal erwähnt wurde das Fettkraut im Jahre 1479 als "Smalz chrawt". Die ersten, offiziell beschriebenen Pflanzen waren Pinguicula alpina, P. lusitanica, P. villosa und P. vulgaris, welche 1753 durch Carl von Linné beschrieben wurden. Erst als W. Marshall den berühmten Charles Darwin auf die kleben bleibenden Insekten auf den Blättern aufmerksam machte, untersuchte dieser die Pflanzen genauer und stellte die Karnivorie fest. Botanisch gesehen gehören die Fettkräuter zusammen mit Genlisea und Utricularia zur Familie der Wasserschlauchgewächse ( Lentibulariaceae).
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Sarracenia, die Schlauchpflanze
Die Gattung Sarracenia gehört wohl zu den bekanntesten Karnivoren. Sarracenia wurde erstmals im Jahr 1576 von Matthias de L'Obel beschrieben und bekam 1731 (nach Dr. Michel Sarrazin; 1659-1734) ihren heutigen Namen. Über 60 Jahre später wurde der Verdacht geäußert, daß diese Pflanzen Insekten fangen. 1887 folgte dann schließlich der Beweis der Karnivorie. Die Schlauchpflanzen sind aufgrund ihrer Heimatgebiete bedingt bis voll winterhart.
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Triphyophyllum, das Dreifaltigblatt
Triphyophyllum ist ebenfalls eine monotypische Gattung, die erst seit kurzer Zeit bekannt ist. Die Erstbeschreibung fand 1952 durch Herbert Kenneth Airy Shaw statt. Heimat der einzigen Art Triphyophyllum peltatum ist der Tropengürtel Westafrikas. Über diese Pflanze ist (aufgrund ihrer erst kürzlich erfolgten Entdeckung) noch sehr wenig bekannt, insbesondere über die Kultur. Eine gewisse Verwandschaft zu Drosera und Nepenthes wurde durch eine DNA Analyse aufgedeckt.
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Utricularia, der Wasserschlauch
Die Variationsbreite dieser artenreichsten karnivoren Gattung ist enorm. Die epiphytischen Utricularia zum Beispiel bilden teilweise Speicherknollen aus, mit denen sie kürzere Trockenphasen überstehen können. Es gibt sogar eine terrestrische Art, die Knollenzwiebeln bildet und so über sechs Monate völlige Trockenheit übersteht, während z. B. andere Arten vollkommen im Wasser leben und winterhart sind. Die aquatischen Utricularien machen die größte Gruppe aus, es folgen dann die terrestrischen Utricularien. Allen Arten gemeinsam ist, daß diese Pflanzen anstelle der Wurzeln ein Geflecht aus kleinen Saugfallen besitzen.
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