Fleischfressende Pflanzen

Karnivorenkultur und -tipps

6. Wie lege ich ein Terrarium für meine Pflanzen an ?

Hier das Wichtigste in aller Kürze:

Vor dem Eintragen des Pflanzsubstrats und den Pflanzen eine etwa 2-3 cm dicke Schicht aus Blähton als Drainage und Wasserspeicher einbringen; ein Gießloch in einer Ecke zum bequemen Giessen nicht vergessen. In ein Terrarium nur Pflanzen mit gleichen bis sehr ähnlichen Ansprüchen an Klima, Boden, Feuchtigkeit und Licht pflanzen. Die Kombination einer tropischen Nepenthes mit der Winterruhe bedürftigen Sarracenia purpurea sollte zum Beispiel nicht sehr lange gut gehen.

Es sollten auch weder starkwüchsige Arten wie Drosera capensis mit eher schwachwüchsigen Arten wie den Zwergsonnentau kombiniert werden, da die schwachwüchsigen Arten einfach verdrängt würden. Des weiteren sollte man nicht verschiedene terrestrische Utricularia in ein Terrarium setzen, da sie sehr schnell zu einem untrennbaren "Utricularia-Salat" zusammenwachen. Aus Platzgründen sollte man darauf achten, das die einzelnen Pflanzen auch nicht zu groß werden. Eine junge Sarracenia sieht in einem Terrarium Klasse aus, aber nach 2 bis 3 Jahren wird man außer ein paar Zwergen nichts mehr darin unterbringen können.

Am besten sind für die Terrarienkultur die Arten aus den subtropischen Klimazonen geeignet, für tropische Arten wie die Nepenthes kann ein offenes Terrarium zu trocken sein. Winterharte Arten oder auch das Taublatt Drosophyllum sind nicht für ein Terrarium geeignet.

Das größte Problem das man bei der Terrarienkultur hat ist, das es mit einfachen Mitteln kaum möglich ist, die Temperatur höher oder niedriger als Raumtemperatur zu halten. Zwar kann man versuchen, mit Heizdecken, verschiedenen Lampenkombinationen oder eingebrachte Kalt/Warmwasserschläuche die Temperatur zu erhöhen oder zu senken, das ganz ist jedoch eher schwierig. Es sollten der Einfachheit halber also besser nur Pflanzen gehalten werden, die die durchschnittliche Temperatur von 20 °C Tag und Nacht vertragen und keine besonderen Nachtabsenkungen, wie manche Hochlandarten der Nepenthes bzw. durchweg niedrige Temperaturen um die 15°C, wie die Heliamphora, benötigen. Auch das Kühlhalten des Wurzelraums, wie es die Darlingtonia benötigt, ist in einem Terrarium kaum möglich; da sollte man besser die Kombination Tontopf/Steinplatte verwenden, wenn man denn unbedingt eine Kobralilie im Wohnzimmer halten will.

Mit einigem Geschick beim Bepflanzen und Gestalten kann man bei der vorhandenen, riesigen Artenauswahl eine sehr reizvolle Miniaturlandschaft erschaffen.

Hier zu dem ausführlichen Artikel "Die Terrarienkultur"

Zurück