Triphyophyllum ist ebenfalls eine monotypische Gattung, die erst seit kurzer
Zeit bekannt ist. Die Erstbeschreibung fand 1952 Airy Shaw statt. Heimat der einzigen Art Triphyophyllum peltatum ist
der Tropengürtel Westafrikas. Über diese Pflanze ist (aufgrund ihrer
erst kürzlich erfolgten Entdeckung) noch sehr wenig bekannt, insbesondere
über die Kultur. Eine gewisse Verwandschaft zu Drosera und Nepenthes wurde durch eine DNA Analyse aufgedeckt.
Die Karnivorie dieser Pflanze ist auf das Sämlingsstadium
beschränkt, wenn sie mit Drüsen besetzte
fadenförmige Blätter produziert, ähnlich denen von Drosophyllum
oder Drosera. Der Fang kleiner Insekten scheint der jungen Pflanze als zusätzliche Nährstoffquelle zu dienen.
Im halberwachsenen bis erwachsenen Stadium
werden die passiven tentakelten Leimruten an den Blattspitzen nicht mehr gebildet, und die Pflanze klettert
als Liane durch die Dschungel im tropischen Westafrika (Sierra Leone, Liberia).
In diesen Ländern wird extrem viel Urwald abgeholzt, und die Art wird wohl leider ausgerottet sein, bevor sie in Kultur etabliert ist.
Triphyophyllum peltatum ist eine Pflanze, die außer in einigen botanischen Gärten nicht in Kultur ist. Möglicherweise sind Kulturmethoden, die bei Nepenthes erfolgreich sind, auch hier anwendbar. Erste Versuche laufen mit reinem, hochwertigen Blähton als Substrat.
Eine Sensation war Triphyophyllum in Blüte (aus dem Botanischen Garten Würzburg), wie sie im September 2000 auf der Ersten Europäischen Karnivorentauschbörse zu sehen war (siehe Fotos).