Drosophyllum ist eine monotypische Gattung mit der Art
Drosophyllum lusitanicum. Sie wurde 1661 von Grisley entdeckt. Das Taublatt ist hauptsächlich in Portugal
und Südspanien beheimatet, findet sich aber auch im nördlichen Marokko
und Algerien. Sie wächst an den Küstengebieten - daher ist eine gewisse Luftfeuchtigkeit immer vorhanden. Die Pflanze ist eine der wenigen Karnivoren, die an sehr trockenen, sandigen Standorten wächst.
Sie ist eine mehrjährige, ausdauernde, stämmige Pflanze
mit einem Durchmesser von bis zu 40 cm und wunderschönen gelben Blüten. Mit zunehmendem Alter beginnt der Stamm dieser Pflanze zu verholzen. Drosophyllum besitzt eine passive Klebefalle (d.h. es sind keine beweglichen Tentakel vorhanden) die jedoch recht viel "Klebeschleim" absondert.
Sie von den Portugiesen gerne als natürlicher Fliegenfänger in Kneipen
aufgehängt wird. Daran kann man schon ersehen, daß D. lusitanicum
ein effektiver Insektenfänger ist.
Kultur:
Drosophyllum ist selten in Kultur, da nicht ganz einfach: Man sollte die Pflanzen in einem stark dränierten Torfsubstrat (viel Sand
oder Perlit - min. 60% Anteil) kultivieren. Das Substrat sollte hierbei ständig nur mäßig
feucht gehalten werden. Eine sehr leichte Anstaubewässerung (im Sommer) ist möglich,
aber auf kalkarmes bis kalkfreies Wasser ist bei dieser Art ebenfalls zu achten.
Kurzzeitige Trockenheit überstehen diese Pflanzen meist unbeschadet und ein
sonniger Stellplatz ist unerläßlich, dann duftet die Pflanze honigartig.
Im Sommer so hell und sonnig wie nur möglich - Temperaturen über 30°C sind kein Problem. Nachts kühler. Im Winter ebenfalls sehr hell - jedoch kalt (10-12°C).
Aufgrund der hohen
Wurzelempfindlichkeit sollte man diese Pflanze so gut wie nie umtopfen - schon
bei Jungpflanzen sollte der Topf für die spätere Pflanze groß
genug gewählt werden. Wobei aufgrund der Vorliebe für Trockenheit ein für Karnivoren recht großes Wurzelsystem gebildet wird und daher der Topf lieber eine Nummer größer sein sollte.
Die Vermehrung geschieht über Samen, die sehr gut (auch nach längerer Lagerzeit) keimen.